Ladezeit

Unter Ladezeit eines Blitzgerätes versteht man das Zeitintervall zwischen letzter Blitzauslösung und der Bereitschaft zum nächsten Auslösevorgang.

Diese Zeit kann je nach Blitzhersteller, jeweiligen Blitzgeräts bzw. der eingesetzten Blitzstärke variieren und pendelt sich in der Regel irgendwo zwischen 0,1 und 5 Sekunden ein. Bei manchen Blitzgeräten ist man gar auf eine längere Wartezeit angewiesen. Die Schlußfolgerung fällt leicht: „schneller“ kann mit „besser“ gleichgesetzt werden. Doch was ist schnell genug?

Die Antwort auf diese Frage hängt sicherlich vom Einsatzzweck ab. Bei Tabletop- und Stilllebenfotografie können längere Ladezeiten leicht verschmerzt werden. Diesselben Zeiten werden als unerträglich empfunden, sobald mehr Bewegung vor der Kamera angesagt ist. Dabei kann schon ein oder anderer Moment unwiederbringlich verpasst werden. Persönlich würde ich auch bei recht gemütlichen Portraitfotografie sehr ungerne mit Ladezeiten über zwei Sekunden arbeiten.

Geladen oder doch nicht?

Manche Hersteller tricksen gerne, um die Ladezeit nach unten zu drücken. Der Bereitschaftzustand wird schon gemeldet, obwohl der Ladevorgang noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Der Trick ist übrigens ganz legal. Nach DIN 19040, Teil 9 – an dieser Stelle bedanke ich mich für die freundliche Auskunft der Firma Bron – kann der Bereitschaftszustand bereits gemeldet werden, wenn der Blitzkondensator erst zu 70% aufgeladen ist. Eine Auslösung rund um diesen Zeitpunkt führt folglich zu unterschiedlichen Belichtungsergebnissen. Dieses Phänomen dürfte Anwendern von billigeren Bliztgeräten nicht unbekannt vorkommen.

Serie „Merkmale eines Studioblitzes“:

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